„Die Bildung einer öffentlichen Meinung durch Kritiken, Gegenkritiken und Diskussionen, ist das einzige Mittel, um der Qualität in der Architektur eine Basis zu geben.“ Bruno Taut.

Architektur als Zweitsprache heißt der neue Podcast, den Kerstin Kuhnekath gemeinsam mit Golo Föllmer derzeit produziert. 

Kerstin Kuhnekath ist freie Autorin und Audio-Produzentin in Berlin, kommt aus der Architektur – ist also ausgebildete Architektin. Golo Föllmer ist Medienwissenschaftler, Audio-Autor und interessierter Architektur-Laie, der hier die Öffentlichkeit vertritt, um das Abdriften ins Fachchinesische zu verhindern. Denn der Podcast richtet sich an alle Interessierten.

Kerstin Kuhnekath war jahrelang als PR-Referentin für Architekturbüros tätig und auch immer wieder journalistisch. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass es wenig Platz gibt für Auseinandersetzungen. Oft werden Investoren-Wünsche einfach umgesetzt, die Architekten haben keine Zeit und keinen Stand, um architektonische Ideen zu entwickeln, weil fast alles nur noch unter ökonomischen Gesichtspunkten gesehen wird. Auch bei den Medien fehlt oft die Diskussion. Weil Bilder mehr Klickzahlen bringen als lange Texte? Der Podcast geht auf die Suche nach öffentlichen Diskussionen, echten Auseinandersetzungen, spannenden Persönlichkeiten, Aussagen und Standpunkten. Auch andere Gefilde werden beleuchtet, weil es interessanter wird, wenn man die Architektur auch in anderen Kontexten betrachtet. Wo gibt es Überschneidungen? In der Malerei zum Beispiel oder Fotografie oder Politik oder, oder, …



Architektur als Zweitsprache – Prolog Ben Buschfeld über die Hufeisensiedlung von Bruno Taut

Ausgewählte Türen der Hufeisensiedlung

Fotografiert von Ben Buschfeld

Zum Auftakt – als Intro für die Podcastreihe – gibt es hier schon einmal ein Interview mit Ben Buschfeld zu hören. Er ist Designer und betreibt gemeinsam mit seiner Frau, der Landschaftsarchitektin Katrin Lesser, das bewohnbare Museum Tautes Heim in der Hufeisensiedlung von dem bedeutenden Architekten Bruno Taut in Berlin. Außerdem hat er das Buch Bruno Tauts Hufeisensiedlung: UNESCO-Welterbe-Siedlung der Berliner Moderne geschrieben. Hier erklärt er, warum Bruno Tauts Arbeitsweise ein Erfolgsmodell war und warum sie zum Weltkulturerbe gehört.
Ein guter Einstieg:


Nicht nur jährt sich Bruno Tauts Todestag in diesem Jahr zum 80. Mal, sondern in der ersten Episode wird sich der erfolgreiche Architekt Matthias Sauerbruch zu Taut und dem Thema Farbe in der Architektur äußern. Spannend für alle, die sich Fragen: Warum ist heute alles (naja, das meiste) weiß, schwarz und grau.
Die Episode #1 erscheint in Kürze.